Tja, wie kam ich zu Pre-Amp?

Es begab sich im Jahre 1998, ein paar Wochen nach dem ersten Numünsteraner Bandwettbewerb, bei dem ich mit meiner alten Funkrock-Combo „Funhouse“ den ersten Platz gemacht hatte. Ich saß zu Hause, mit nem kaputten Knie und spielte vor mich hin (Ich glaube, es war „Crying“ von Joe Satriani), als das Telefon schellte und mich aus meiner Gitarrenwelt riss.

Irgend jemand, der, zumindest vermutete ich das, mindestens einen Kasper zum Frühstück hatte, brüllte voller Freundlichkeit „Mohoin, hier ist der Kjell !“. Was sollte man dazu sagen. Das einzige, was mir einfiel, war: „Moin, was gibt`s ? Wer bist Du eigentlich ? Und warum rufst Du mich an ?“. Zugegeben, nicht die kreativste Begrüßung, aber mehr ging da halt nicht.

„Wir suchen einen Gitarristen!“

„Na, dann viel Erfolg.“

„Komm doch mal zur Probe, zu einem ‚Hearing'“.

„Okay, worauf soll ich mich vorbereiten ?“

„Satriani wär gut, wir spielen „Crying“

Ich dachte mir so „das passt ja gut, das kann ich“ mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht.

„Was für ne Band seid ihr eigentlich ?“

„Ne Coverband“ kam von Kjell. „Och nööööö“, dachte ich mir, bin hingefahren, gekauft worden und da geblieben.

Ich hatte vorher nie ernsthaft Covermusik gemacht, wollte es nie, will es eigentlich immer noch nicht, aber es macht Spaß. 🙂